LG Welfen

Leichtathletik im Schussental

Training in den Herbstferien

Liebe Athletinnen, Liebe Athleten, Liebe Eltern,

in den Herbstferien bleiben die Trainingszeiten wie bisher bestehen. Wir trainieren dementsprechend zu folgenden Uhrzeiten im Lindenhofstadion:

  • Montag, den 26.10 um 17.30 Uhr
  • Mittwoch, den 28.10 um 17.30 Uhr
  • Freitag, den 30.20 um 17.30 Uhr.

Nach den Ferien wechseln wir in das Wintertraining. Eine gesonderte Information hierzu folgt.

Baden-Württembergische Mehrkampf-Meisterschaften der U16 und U20 in Weingarten

Am vergangenen Wochenende führte das Kampfrichterteam der LG Welfen mit Unterstützung des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes und der Stadt Weingarten die Baden-Württembergischen Mehrkampf-Meisterschaften der U16 und U20 im Lindenhofstadion durch.

Zwar hatte das Team um Waltraud Rosenfelder schon im Juli einen kleinen Wettkampf unter dem Hygienekonzept des WLV durchgeführt, aber eine Baden-Württembergische Veranstaltung unter den vielen Auflagen – Einlasskontrolle, Abstandsregelungen, teilweise Maskenpflicht u.v.m. – war eine große Herausforderung für alle Beteiligten.

Dennoch waren die angereisten Wettkämpfer guter Dinge und konnten bei – vor allem in der zweiten Tageshälfte des Samstags und durchgehend am Sonntag sehr guten Bedingungen – zum Teil ausgezeichnete Leistungen erzielen.

Auch die heimischen Athleten Yannik Knobloch (TV Weingarten/MJU20) und Emil Bruderrek (TV Weingarten/MJU16) erreichten vordere Plätze und einige persönliche Bestleistungen.

Trotz eines nicht ganz gelungenen ersten Tags, der in der Anfangsphase von starkem Regen und kühlen Temperaturen geprägt war, konnte Knobloch den Sieg im 5-Kampf der männlichen Jugend U20 erzielen. Der Athlet der LG Welfen lief mit 11,79 Sekunden die beste Zeit seiner Altersklasse über die 100 Meter, sprang im Weitsprung mit 5,99 Meter deutlich unter seinen Möglichkeiten, während ihm das Kugelstoßen mit 12,60 Meter wieder gut gelang. Auch im Hochsprung konnte er mit 1,92 Metern überzeugen, hatte aber Pech, da er die 1,96 Meter zwar deutlich übersprang, aber mit seinen Fersen an der Latte hängenblieb. Bei den abschließenden 400 Metern war seine dreiwöchige Verletzungspause spürbar (53,45 Sekunden). Mit erzielten 3314 Punkten durfte er sich am Ende des ersten Tages die Goldmedaille umhängen. Der zweite Tag des Zehnkampfes ist durch technische Disziplinen geprägt, die Knobloch mehr und mehr aufarbeitet. Zwar hatte er an der letzten Hürde des 110 Meter Hürdensprints einen Wackler und kam dadurch „nur“ auf 16,30 Sekunden, aber beim anschließenden Diskuswerfen ließ er nichts anbrennen und baute seine Führung zunächst mit 39,15 Metern weiter aus. Auch das Stabhochspringen gelingt ihm immer besser. Durch einen um zwei Schritte erweiterten Anlauf und seine enorme Sprungkraft erzielte er dabei mit 3,70 Meter seine Zehnkampfbestleistung. Allerdings konnte sein Konkurrent, Tom Bichsel von der LG Radolfzell, in dieser Disziplin seine ganze langjährige Leichtathletikerfahrung ins Feld führen und rückte mit 4,30 Meter nahe an Knoblochs bis dahin erzielte Punktzahl heran. Da Bichsel außerdem ein ausgezeichneter Speerwerfer ist, der auch am Sonntag mit 55,87 Meter die beste Weite des Tages erzielte, lag er vor dem abschließenden 1500 Meterlauf ca. 100 Punkte vor Knobloch. Dieser lief einen sehr beherzten Lauf (4:52,54 Minuten), zog zu einem tollen Endspurt an und konnte die 3 ¾ Stadionrunden mit 5 Sekunden Vorsprung vor Bichsel beenden. Dennoch reichte dieser enorme Einsatz nicht ganz, um den Vorsprung von Bichsel aufzuholen. Aber als baden-württembergischer Vizemeister und der Silbermedaille war er natürlich dennoch sehr zufrieden.

Eine ebenfalls steile Entwicklung im leichtathletischen Mehrkampf kann man dem 15-jährigen Emil Bruderrek in den letzten zwei Jahren bescheinigen. Deutliche Verbesserungen im Sprint- und Sprungbereich, seine konsequente Trainingshaltung und seine Bereitschaft, technische Disziplinen im Detail zu trainieren, haben ihn in die Spitze der württembergischen Mehrkämpfer katapultiert. So gelang ihm am Samstag außer guten Leistungen im Sprint (12,78 Sekunden), Weitsprung (5,17 Meter) und Kugelstoßen (12,07 Meter) eine Bestleistung im Hochsprung mit 1,56 Meter. Mit 2090 Punkten kam er damit auf Platz 5. Danach fand für die Jugendlichen noch das Speerwerfen statt, das er mit 38,42 Metern als Zweitbester seines Jahrgangs beendete. Auch am Sonntag konnte er mit persönlichen Bestleistungen im Diskuswerfen (38,13 Metern) und Hürdensprint (sehr starke 12,30 Sekunden) überzeugen. Der Knackpunkt seines 9-Kampfes lag diesmal im Stabhochsprung. Da er zusammen mit seiner Trainerin zur Überzeugung kam, dass er sein Absprungbein von links auf rechts umstellen sollte und er nur 3 Wochen Vorbereitungszeit zur Verfügung hatte, war dies ein durchaus gewagtes Unternehmen. Aber sein Mut wurde belohnt. Schon in diesem ersten Wettkampf sprang er nur 10 cm unter seiner bisherigen Bestleistung (3,00 Meter) und konnte bereits härtere Stäbe als zuvor springen. Beflügelt von diesen guten Ergebnissen des zweiten Tages ging er den 1000 Meterlauf diesmal sehr motiviert an und lief auch hier mit 3:24,13 Minuten eine persönliche Bestzeit. Mit deutlicher Steigerung seiner im Juli erzielten Punktzahl auf 4754 Punkte durfte er aufs Treppchen steigen und sich die Bronzemedaille um den Hals hängen.

Schwäbische Meisterschaften der Landesverbände Württemberg und Bayern

Bei den Schwäbischen Meisterschaften in Aichach konnte Andreas Glück (TV Weingarten/M50) in allen drei Wurfdisziplinen den ersten Platz belegen. Es gelangen ihm 11,30 Meter im Kugelstoßen, 38,25 Meter im Diskuswerfen und 45,89 Meter im Speerwerfen. Damit lag er weit vor seinen gleichaltrigen Konkurrenten, die sowohl aus dem württembergischen als auch bayrischen Landesverband angereist waren.

Baden-Württembergische Meisterschaften der U18 in Walldorf

Dieses Jahr fanden die Baden-Württembergischen Meisterschaften der U18 im badischen Walldorf statt – coronabedingt erst am vergangenen Wochenende mit 4 Monaten Verspätung. Dennoch waren die Athleten und ihr Umfeld dankbar, dass es doch einige Vereine gibt, die sich den großen Herausforderungen stellen, Wettkämpfe nach dem Hygienegesetz des Baden-Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, auszurichten.

So durfte Silja Dent (TV Weingarten/16 Jahre) am Samstag im Hoch- und Weitsprung sowie über 100 Meter teilnehmen. In diesen 3 Disziplinen hatte sie sich im Vorfeld durch ausgezeichnete Leistungen qualifiziert. Besonders gut gelang ihr am Samstag der Hochsprung, bei dem sie mit übersprungenen 1,60 Meter den 3. Platz belegte und sich damit bei der Präsentation der drei Besten die Bronzemedaille umlegen durfte. Aber auch über die 100 Meter sprintete sie so gut, dass sie den B-Endlauf erreichte und diesen mit dem 3. Platz in 12,95 Sekunden beendete. Zwar gelangen ihr im Weitsprung, der letzten Disziplin an diesem Tag, einige gute Sprünge – im letzten erreichte sie sogar 4,93 Meter – aber es reichte mit Platz 9 leider nicht ganz für die besten 8, die im Endkampf nochmals 3 Versuche bestreiten durften.

Die beiden 17jährigen Athleten der LG Welfen Maxi Mendel und Kaan Müller (beide TV Weingarten) konnten sich ebenfalls durch starke Leistungen im Vorfeld für diese Meisterschaften qualifizieren. Kaan Müller, der sich im Training technisch deutlich verbessert zeigte, touchierte bei diesem Lauf gleich dreimal eine Hürde und konnte dadurch leider nicht seine gewohnte Leistung abrufen. Besser lief es für seine Vereinskameradin Maxi Mendel, die zwar mit ihrem Vorlauf auch noch nicht zufrieden war (15, 28 Sekunden), die sich aber im B-Endlauf sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes setzte und ihren Lauf mit deutlichem Vorsprung in 15,07 Sekunden gewann.

Andreas Glück bei den deutschen Senioren-Mehrkampf-Meisterschaften in Zella-Mehlis

Andreas Glück beim Speerwurf

Am vergangenen Samstag startete Andreas Glück (M50/TV Weingarten) bei den Deutschen Senioren-Mehrkampf-Meisterschaften in Zella-Mehlis (Thüringen) im Internationalen Fünfkampf, der aus den Disziplinen Diskus- und Speerwurf, Weitsprung, 200 Meter- und 1500 Meterlauf besteht.

In dem mit 19 Teilnehmern sehr stark besetzten Feld überzeugte Andreas Glück vor allem in den Würfen. Den Diskuswurf mit der 1,5 Kilogramm schweren Scheibe konnte er mit 37,32 Metern sogar als Bester absolvieren. Auch der Speerwurf mit dem 700 Gramm schweren Speer gelang ihm mit 44,50 Metern sehr gut – in dieser Disziplin belegte er den zweiten Platz aller Wettkämpfer. Mit den 4,78 Metern im Weitsprung war er zwar zufrieden; es zeigte sich hier allerdings, wie auch in den Läufen – 200 Meter in 28,83 Sekunden und 1500 Meter in 5:41,15 Minuten – dass Glück die letzten Wochen wegen einer Achillessehnenreizung nur eingeschränkt trainieren konnte. Darüber hinaus fehlten ihm natürlich auch coronabedingt Trainings- und Wettkampfeinheiten in Oberschwabens Stadien.

Dennoch zeigte sich der Sportler des Jahres 2017, der damals auch Deutscher Meister im Internationalen Fünfkampf wurde, mit dem 4. Platz und 2958 Punkten unter diesen Bedingungen sehr zufrieden.

Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten Yannik Knobloch und Silja Dent mit ausgezeichneten Ergebnissen

Am vergangenen Wochenende durften die besten Mehrkämpfer Deutschlands in Vaterstetten bei München ihre Sieben- und Zehnkämpfe unter dem besonderen Schutzkonzept des DLV austragen.

Trotz Trainingseinschränkungen und mangelnder Wettkampfmöglichkeiten präsentierten sich die beiden Wettkämpfer der LG Welfen, Silja Dent (WJU18) und Yannik Knobloch (MJU20) in hervorragender Verfassung.

So gelang Yannik Knobloch (TV Weingarten) am Freitag mit 2,01 Metern im Hochsprung die Tagesbestleistung aller Teilnehmer; er konnte aber auch mit seiner Sprintleistung über 100 Meter in 11,48 Sekunden, dem Weitsprung von 6,45 Metern, seinem starken Kugelstoß von 13,60 Metern und ebenfalls sehr guten 51,39 Sekunden über die 400 Meter überzeugen. Am zweiten Tag lief es dann nicht mehr so rund. Zwar startete er mit 15,86 Sekunden gut in die 110 Meter Hürden und warf auch mit 38,79 Metern eine gute Weite mit dem 1,75 Kilogramm schweren Diskus. Dann aber begann es wie aus Kübeln zu schütten, so dass der Stabhochsprung um eine Stunde verschoben werden musste. In dieser Disziplin machte sich das fehlende Techniktraining am stärksten bemerkbar. Nur mit Mühe kam er in den Wettkampf, bewältigte dann aber doch einige Höhen und hatte schließlich 3,60 Meter als beste Leistung stehen. Auch beim anschließenden Speerwurf hatte er technische Probleme. Nur das Einwerfen und der erste Wurf mit 42,09 Metern gelangen ihm gut – danach konnte er sich nicht mehr steigern. Dennoch ging er sehr motiviert und gut gelaunt in den 1500 Meterlauf und nahm sich vor, hier nochmal alles zu geben. Er lief von Anfang an mit den besten Läufern vorne mit, kämpfte bis zum Schluss und lief mit 4:43,67 Minuten eine starke Zeit. Schließlich durfte er mit 6739 Punkten und dem damit erreichten 5. Platz nach dieser schwierigen Saison sehr zufrieden sein.

Auch die junge Leichtahletin Silja Dent vom TV Weingarten hatte sich im einzigen Wettkampf, den die LG Welfen in Weingarten organisierte, für die Deutsche Meisterschaft im Siebenkampf der U18 qualifiziert. Sie begann am Freitag mit einer sehr guten Zeit über die 100 Meter Hürden in 15,19 Sekunden und konnte sich in einem begeisternden Hochsprungwettkampf ohne Fehlversuche bis auf 1,66 Meter steigern. Sogar die 1,69 Meter riss sie nur um Haaresbreite. Beim Kugelstoßen dagegen knüpfte sie mit 9,09 Meter nicht ganz an ihre Vorkampfleistung an, lief dann aber über 100 Meter in einem stark besetzten Rennen wieder sehr schnelle 12,83 Sekunden. Am Samstag begann sie mit dem Weitsprung, konnte den ersten Versuch gleich aufs Brett setzen und 5,12 Meter weit springen. Die beiden weiteren Versuche gelangen dann nicht mehr ganz so optimal, so dass diese Weite in die Wertung kam. Das darauffolgende Speerwerfen ist für Dent auch noch eine ausbaubare Disziplin – dennoch gelangen ihr im Vergleich zum Vorkampf 3 Meter mehr und sie kam auf 27,05 Meter. Motiviert ging sie in den abschließenden 800 Meterlauf, der unter den 26 Teilnehmerinnen in drei Läufen ausgetragen wurde. Auf Grund ihrer bisher erzielten Leistung startete Dent im zweiten der drei Läufe. Sie hielt sich eng an die führenden Läuferinnen, lief auf der Gegengeraden immer dichter auf und konnte in einem langgezogenen Spurt diesen Lauf in der phänomenalen Zeit von 2:29,25 Minuten gewinnen. Insbesondere diese überraschend gute Laufleistung und natürlich der überragende Hochsprung ließen Dents Punktekonto auf 4607 Punkte wachsen, rund 60 Punkte mehr als im Vorkampf und natürlich neue LG Welfen-Bestleistung. Sie erreichte damit Platz 18 im nationalen Vergleich!

Maxi Mendel schafft die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften über 100m Hürden

Nach sehr zögerlichem Start kommt die Leichtathletik-Saison doch noch in die Gänge.

Nachdem Maxi Mendel (TV Weingarten/WJU18) vor zwei Wochen den ersten Wettkampf der Saison im Siebenkampf bestritt und die 100 Meter Hürden vor allem in der Endphase noch nicht optimal lief – dennoch eine persönliche Bestleistung von 14,96 Sekunden erzielte – suchte sie eine weitere Wettkampfmöglichkeit, um vielleicht die für die Deutschen Jugendmeisterschaften erforderlichen 14,70 Sekunden zu laufen.

Nur wenige Vereine bieten momentan Wettkämpfe unter dem Hygiene-Schutzkonzept an. Glücklicherweise durfte Mendel am Samstag in Gomaringen bei starker Konkurrenz die Hürdenstrecke erneut laufen.  Nachdem in den beiden letzten Trainingseinheiten vor dem entscheidenden Wettkampf noch an der Sprinttechnik und an den Hürden-Attacks gearbeitet wurde, fühlte sich Mendel sichtlich gut auf den Wettkampf vorbereitet. Konzentriert ging sie an den Start und durfte nach dem Vorlauf bereits jubeln. Mit 14,64 Sekunden unterbot sie die geforderte Qualifikationsleistung und muss nun nur noch hoffen, dass sie mit dieser Zeit unter den besten 24 gemeldeten Teilnehmerinnen sein wird, denn leider wird auch ihr Wettbewerb dieses Jahr durch eine Obergrenze der Teilnehmerzahlen eingeschränkt. So oder so darf Mendel aber sehr stolz auf ihre Leistung sein, denn sie gehört damit zu den besten Hürdensprinterinnen Deutschlands im Nachwuchsbereich!

Kreis-Mehrkampf-Meisterschaften unter Hygienebedingungen

Nachdem durch die Lockerungen der Landesregierung für den Sportbetrieb wieder Freiluft-Veranstaltungen unter Hygienebedingungen entsprechend dem Konzept des Württembergischen Landesverband (WLV) möglich wurden, meldete die LG Welfen einen Mehrkampf für den Kreis Ravensburg an, der vor allem den jugendlichen Athleten die Möglichkeit geben sollte, sich für höhere Meisterschaften zu qualifizieren. Auch bei diesen wird es nur mit verkleinerten Teilnehmerfeldern und unter Auflagen möglich sein, die Wettbewerbe zu bestreiten, aber für die Kinder und Jugendlichen sind solche Ziele, mit denen sie ihren sportlichen Traum weiterleben dürfen, von großer Bedeutung.

Ca. 40 Athletinnen und Athleten meldeten für den Mehrkampf von der U12 bis zu den Aktiven und es waren trotz Trainingsunterbrechung von 9 Wochen bzw. eingeschränktem Training danach tolle Leistungen zu sehen.

Insbesondere die weibliche Jugend U18 der LG Welfen (alle TV Weingarten) hatte einen ganz starken Auftritt: So konnte sich Silja Dent mit 5 Bestleistungen in ihrem 7-Kampf die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im August in Vaterstetten sichern. Sie überquerte die Ziellinie nach den 100 Meter Hürden in sehr starken 15,11 Sekunden, kurz hinter ihrer Vereinskameradin Maxi Mendel, die mit 14,96 Sekunden nur knapp an der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften (14,70 Sekunden) vorbeischrammte. Danach sprang sie 1,60 Meter hoch und kam auf 9,58 Meter im Kugelstoßen. In dieser Disziplin glänzte ihre gleichaltrige Vereinskameradin Suvi Odenbach, die mit bester Angleittechnik die Kugel auf ausgezeichnete 11, 69 Meter stieß. Als letzte Disziplin am Samstag wurden die 100 Meter ausgetragen. Schon im Training war zu erkennen, dass sich Dent gegenüber dem letzten Jahr steigern würde können und tatsächlich sprintete sie diese Strecke erstmals unter 13 Sekunden (12,82 Sekunden). Am Sonntag traf sie im letzten ihrer drei Weitsprünge das Brett ganz genau und sprang mit 5,36 Metern eine fantastische Weite. Lediglich im Speerwurf hatte sie sich nach dem gelungenen Einwerfen etwas mehr erhofft. Sie kam zwar noch auf 25,79 Metern, aber sie rechnete sich aus, dass die Qualifikation von 4500 Punkten mit einem guten 800 Meter Lauf noch zu schaffen wäre. So gab sie über die zwei Stadionrunden nochmal alles, versuchte sich eng an Carmen Kamps, unserer besten Läuferin (2:33,33 Minuten) zu halten und lief auch hier mit 2:35,60 Minuten persönliche Bestzeit. Am Ende standen 4547 Punkte zu Buche. Ob sie mit diesem Ergebnis nun auch tatsächlich starten darf ist davon abhängig, ob sie unter den besten 32 Athletinnen Deutschlands rangiert, denn nur so viele Teilnehmerinnen sind zugelassen. Jetzt kann man Silja Dent nur noch die Daumen drücken!

Zusammen mit Maxi Mendel (4058 Punkte), Carmen Kamps (3875 Punkte) erzielte sie in der Mannschaftswertung 12480 Punkte und im Vier- wie auch im Siebenkampf neue LG Welfen-Rekorde!

Auch bei der männlichen Jugend der LG Welfen waren sehr starke Leistungen zu sehen:

Der 15jährige Emil Bruderrek (TV Weingarten), der sich seit einem Jahr in allen seinen Mehrkampf-Disziplinen stetig steigert, rechnete sich bei optimalem Verlauf seines 9-Kampfes durchaus eine reelle Chance auf die deutsche Qualifikationsleistung von 4900 Punkte aus. Er begann auch stark mit 12,67 Sekunden über 100 Meter, sprang sehr gute 5,50 Meter weit und stieß die 4 kg schwere Kugel auf die ausgezeichnete Weite von 11,74 Metern. Beim Hochsprung allerdings hatte er sich mehr als die überfloppten 1,52 Meter erhofft. Die 80 Meter Hürden am zweiten Tag gelangen ihm wieder sehr gut in 12,67 Sekunden, auch die überquerten 3,10 Meter im Stabhochsprung waren seine momentane Leistungsobergrenze. Beim Diskus- und Speerwerfen kam er allerdings noch nicht auf die erhofften Weiten, obwohl im Training der eine oder andere Wurf sehr weit war. Hier fehlten 2 Monate Training und Wettkampferfahrung. Dennoch stellen seine 4622 Punkte momentan Platz 3 in der württembergischen Bestenliste dar.

Mit Matti Hauck, Kaan Müller und Niklas Artz (alle TV Weingarten) stellte die MJU18 eine Fünfkampf-Mannschaft, die schon bei ihrem ersten Auftritt den seit 7 Jahren bestehenden LG Welfen-Rekord knackte (7138 Punkte). Insbesondere Hauck zeigt sich in aufsteigender Form. So lief er die 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 12,00 Sekunden, kam im Weitsprung auf 6,23 Meter, stieß die Kugel ebenfalls auf die persönliche Bestweite von 10,51 Metern. Gute 1,72 Meter im Hochsprung und 56,21 Sekunden über 400 Meter sicherten ihm den Kreismeistertitel der MU18 mit 2915 Punkten. Einsteiger Niklas Artz konnte sich als echte Verstärkung mit gelungenem Weitsprung von 4,93 Metern und 1,52 Metern im Hochsprung präsentieren.

Den zweiten Tag des Zehnkampfs konnte nur Kaan Müller zu Ende bringen. Er lief die 110 Meter Hürden stark in 16,70 Sekunden und kam auf insgesamt 4006 Punkte. Hauck nahm lediglich am Stabhochsprung teil, um sein Knie zu schonen. Diese Disziplin gelang ihm aber mit übersprungenen 3,50 Metern sehr gut.

Yannik Knobloch (TV Weingarten/MJU20) hat sich über seine Vorjahresleistung im Zehnkampf mit über 6800 Punkten bereits für die DM qualifiziert, so dass er nicht alle Disziplinen bestritt, um seinen noch verletzten Fuß zu schonen. Dennoch zeigte er mit 11,44 Sekunden über 100 Meter, 6,59 Metern im Weitsprung, 13,04 Metern im Kugelstoßen, 15,76 Sekunden über die 110 Meter Hürden, 3,60 Meter im Stabhochsprung und vor allem mit einer deutlichen Steigerung im Speerwerfen auf 46,40 Meter, dass die Teilnahme an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften eine reizvolle Aufgabe darstellen würden.

Auch der LG Welfen-Nachwuchs zeigte sich im Vierkampf der weiblichen Kinder U12 sehr gut aufgelegt. Die 11jährigen Mädchen Xenia Hund (SG Baienfurt/Platz 1), Leni Reithmeier (TV Weingarten/Platz 2) und die 10jährige Mara Tränkle (SG Baienfurt/Platz 2) konnten in allen vier Disziplinen überzeugen. Leni Reithmeier lief dabei die 50 Meter mit 8,10 Sekunden am schnellsten, kam auf 3,96 Meter im Weitsprung und sprang mit 1,24 Metern am höchsten, allerdings dicht gefolgt von Xenia und Mara, die jeweils 1,20 Meter schafften. Beim Ballwurf überragte Xenia mit 28 Metern deutlich alle anderen erzielten Weiten der U12!

Ähnlich stark präsentierten sich die gleichaltrigen Jungen U12 der LG Welfen. Ruwen Hund konnte, wie seine Schwester, mit 41 Metern im Ballwurf die beste Weite seiner Altersklasse erzielen und sicherte sich damit im Vierkampf der M11 den dritten Platz. Den Wettbewerb der männlichen Kinder M10 gewann Leo Elsässer vor Paul Echteler und Lenn Schlickling (alle TV Weingarten). Auch bei Leo war es der Ballwurf von 40 Metern, der ihn deutlich von seinen Mannschaftskameraden rangieren ließ.

Eine möglicherweise große Leichtathletikkarriere könnte Praise Amadi (TV Weingarten/M13) beschert sein. Der talentierte Nachwuchssportler der LG Welfen zeigte sich im Sprint über 75 Meter (9,92 Sekunden), sowie im Weitsprung mit 5,02 Metern und Hochsprung mit 1,52 Metern von seiner besten Seite und kam auf 1792 Punkte auf Platz 1 der 13jährigen Jungen. Mit diesen Leistungen rangiert er momentan in Württemberg überall auf den Plätzen 1 bis 3 und hätte sich natürlich auch für die Landesmeisterschaften qualifiziert, sollten sie im Herbst noch nachgeholt werden.