LG Welfen

Leichtathletik im Schussental

Weilstätter Meeting in Balingen und Deutsche Seniorenmeisterschaften in Baunatal

Ein sehr erfolgreiches Wochenende ging für die Athletinnen und Athleten der LG Welfen zu Ende.

Da das Training im Weingartener Lindenhofstadion auch in den Sommerferien durchgehend mehrfach wöchentlich angeboten wurde, konnten Emil Bruderrek (MU18), Pia Schmidt-Rüdt (WJU18), Wea Moana Pooß (WJU20) und Praise Amadi (M14) – alle TV Weingarten – schon jetzt mit hervorragenden Leistungen aufwarten. Insbesondere die Sprintergebnisse von Pia Schmidt-Rüdt (12,83 Sekunden), Wea Pooß (12,92 Sekunden) und Praise Amadi (12,22 Sekunden) ließen aufhorchen. Alle drei gewannen damit in ihren Altersklassen den 100 Meter Sprint; Schmidt-Rüdt erhielt sogar den Sonderpreis für die beste Tagesleistung in ihrer Altersklasse – einen Pokal und Gutschein!

Auch der Weitsprung gelang allen dreien sehr gut. Amadi konnte seine diesjährige Bestleistung auf 5,11 Meter steigern und erzielte damit Platz 2. Bei einigen nur minimal übertretenen Sprüngen ließ er aber auch in dieser Disziplin sein großes Talent aufblitzen und es ist noch dieses Jahr mit weiteren deutlichen Leistungssteigerungen zu rechnen. Die Neueinsteigerin Wea Moana Pooß begann den Weitsprung zunächst mit einem noch sehr kurzen Anlauf von 12 Schritten; sprang damit aber schon über 5 Meter. Nach einer Umstellung innerhalb des Wettkampfs auf 14 Schritte konnte sie sich zunehmend bis auf 5,24 Meter steigern und gewann damit auch diesen Wettbewerb. Schmidt-Rüdt, die nach abgebrochenem Hochsprungwettbewerb (2. Platz mit 1,53 Metern) zum Weitsprung rannte, konnte trotz dieser Hektik einige sehr gelungene Sprünge zeigen. Zwar hatte auch sie ein paar sehr weite, minimal übertretene Sprünge, konnte sich aber dennoch im 2. Versuch mit 5,33 Meter und damit neuer persönlicher Bestweite den Sieg sichern.

Emil Bruderrek startete im Hochsprung und Speerwurf nach langer Verletzungspause wieder vollständig genesen; erzielte im Hochsprung 1,55 Metern (3. Platz ) und warf den Speer auf eine gelungene Weite von 37,99 Metern (3. Platz ).

Andreas Glück, M50-Athlet der LG Welfen, startete bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Baunatal. Zwar wurde dort seine beste Disziplin, das Diskuswerfen, nicht angeboten, dennoch konnte er auch im Speerwerfen mit 42,88 Metern den 3. Platz, nur 1 Zentimeter hinter dem Zweitplatzierten, erringen und sicherte sich damit einen Medaillenplatz!

Baden-Württembergische Senioren-Meisterschaften in Weinstadt: Andreas Glück siegt im Diskuswerfen

Am vergangenen Wochenende fanden die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Senioren in Weinstadt statt, bei denen über 2 Tage die Sieger in den verschiedenen Altersklassen und Disziplinen der Senioren ausgetragen wurden. Anja Artz (W40/TV Weingarten), Philipp Lobinger (M60/TVW) und Andreas Glück (M50/TVW) vertraten dort erfolgreich die Farben der LG Welfen.

Andreas Glück konnte im Weitsprung mit 4,67 Metern, im 200 Meterlauf mit 29,04 Sekunden und im Speerwerfen mit 43,38 Metern jeweils Platz 2 belegen. Der große Wurf gelang ihm aber mit einer ausgezeichneten Serie im Diskuswerfen – im 3. Versuch kam er auf seine Bestweite von 39,65 Metern und holte sich damit die Goldmedaille.

Auch für Anja Artz, die nach 15 Jahren wieder in den Wettkampfsport eingestiegen war und sich für diese Meisterschaft langfristig vorbereitet hatte, lief es insbesondere im Hochsprung gut. Sie kam höhengleich mit den beiden vor ihr platzierten Athletinnen mit 1,38 Metern auf Platz 3. Philipp Lobinger, der in der Altersklasse M60 im Kugelstoßen (6. Platz mit 7,83 Metern), im Diskuswurf (5. Platz mit 27,42 Metern) und Hammerwurf (3. Platz mit 25,28 Metern) teilnahm, war mit seinen Leistungen vor allem im Hammerwurf sehr zufrieden, da er sich zu seiner vorherigen Bestleistung um ca. 2 Meter steigern konnte.

Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften der Junioren (U23) in Wesel

Yannik Knobloch (links)

Nach 8-stündiger Anreise am Freitagabend, dem aufwändigen Einlass nach dem GGG-Prinzip und durchgängiger Maskenpflicht auf dem Stadiongelände für Betreuer und Athleten – außer bei der Wettkampfausübung – durfte Yannik Knobloch, U23-Zehnkämpfer der LG Welfen (TV Weingarten) am vergangenen Wochenende in Wesel (Nordrhein-Westfalen) zum Zehnkampf der Junioren antreten.  Da es bei den Junioren keinen Unterschied zum Männerzehnkampf gibt, wurden die Männer und Junioren sinnigerweise nach den gemeldeten Qualifikationsergebnissen in 2 homogene Riegen eingeteilt. Für Knobloch, der Anfang Juni in Bernhausen 6983 Punkte erzielt hatte, ermöglichte diese Einteilung erstmals die Tuchfühlung zu den besten Männern und Junioren Deutschlands.

Verdienterweise, muss man sagen: Gleich im 100 Metersprint kam er in den Lauf der besten Sechs und verbesserte seine persönliche Bestzeit erneut auf 11,09 Sekunden. Da er vor drei Wochen in Ulm im Weitsprung mit 7,27 Meter erstmals die 7-Meter-Grenze übersprang, war die Hoffnung groß, dies auch im Mehrkampf zu schaffen. Es gelangen ihm alle drei Anläufe aufs Brett und er konnte sich über 7,00 Meter im zweiten auf 7,18 Meter im dritten Versuch steigern. Das war ein Auftakt nach Maß! Auch das anschließende Kugelstoßen gelang ihm mit 13,38 Metern am besten innerhalb seiner Altersgruppe, wobei zwei der deutlich älteren Männer über 15 Meter stießen. Hier ist bei ihm sicherlich noch Spielraum in Kraft und Technik. Erstaunlich geschlossen zeigte sich die Riege 12 im Hochsprung: War Knobloch bei seinen letzten Wettkämpfen meist der letzte Teilnehmer, der die 2,00 Meter übersprang, waren es diesmal 5 Athleten, die diese Schallmauer durchbrachen. Auch diesmal zeigte er bei den Sprüngen über 2,03 Meter, dass noch 1-2 weitere Sprunghöhen machbar wären.

Den abschließenden 400 Meterlauf ging Knobloch über die ersten 150 Meter leider etwas zu vorsichtig an, drehte dann aber auf und gewann seinen Lauf mit 50,63 Sekunden. Sein größter Konkurrent – Malik Diakite von Hannover 96 – konnte seinen Lauf aber in 48,46 Sekunden gewinnen und übernahm damit die Zwischenführung nach dem ersten Tag. Der Sonntag startete für die Athleten mit dem 110 Meter Hürdenlauf. Waren Knobloch und seine Trainerin Rosenfelder in Bernhausen mit 16,24 Sekunden mit der Technik der Hürdenüberquerung noch unzufrieden, gelang ihm diesmal über die ersten 7 Hürden (1,067 Meter hoch) schon ein sehr flüssiger, runder Hürdensprint. Lediglich die letzten drei Hürden waren etwas mühsam. Dennoch verbesserte er sich um fast eine halbe Sekunde auf 15,78 Sekunden. Auch beim anschließenden Diskuswerfen mit der 2 Kilogramm schweren Scheibe, ließen die Trainingseindrücke hoffen. Schon im ersten Wurf erzielte er mit genau 40 Metern eine persönliche Bestleistung und beim zweiten Wurf zeigte er der Konkurrenz, wo der Hammer hängt: Er steigerte sich auf ausgezeichnete 42,89 Meter. Nur der Stabhochsprung und Speerwurf liefen diesmal nicht nach Wunsch: Konnte er in Bernhausen noch 4,20 Meter mit dem Stab überspringen und mit dem Speer über 50 Meter erzielen, musste er sich diesmal mit seiner Anfangshöhe von 3,80 Metern und 43,91 Metern im Speerwerfen zufriedengeben. Dennoch, mit einem einigermaßen flotten 1500 Meterlauf musste am Ende die 7000-Punkte-Marke fallen und der zweite Platz zu sichern sein. Mit 4:50,71 Minuten konnte er zwar nicht ganz an seine früheren Leistungen, die im Bereich von 4: 40 Minuten lagen, anknüpfen, aber mit 7134 Punkten und der Silbermedaille im Deutschen Zehnkampf der Junioren fuhr er das mit Abstand beste Ergebnis der jüngeren Vereinsgeschichte der LG Welfen ein. Wir gratulieren!

Süddeutsche Meisterschaften der U16 in Frankfurt

Am vergangenen Wochenende durfte die 15jährige Clara Wichmann (TV Weingarten/U16) von der LG Welfen an den Süddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Frankfurt am Main teilnehmen. Nachdem sie sich mit sehr guten Leistungen über 80 Meter Hürden (12,47 Sekunden) und im Hochsprung (1,60 Meter) in vorausgegangenen Wettkämpfen qualifiziert hatte, trat sie gegen eine starke Konkurrenz aus dem gesamten süddeutschen Raum  – die AthletInnen kamen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz – in diesen zwei Disziplinen an.

Dabei gelang ihr am Samstag über die 80 Meter Hürden im B-Endlauf, den sie als Neunte nach den Vorläufen erreichte, eine weitere Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung auf 12,43 Sekunden. Im Hochsprung dagegen kam sie zunächst nicht so richtig in Fahrt – erst im letzten Sprung über 1,52 Meter zeigte sie, was in ihr steckt, sprang hoch ab und riss dann aber doch die Latte knapp mit den Waden. Nach einer kurzen Phase der Verärgerung – sie hätte mit ihrer Bestleistung auf dem Treppchen stehen können – plante sie schon wieder die nächsten Wettkämpfe, um sich im Hochsprung weiter zu üben und zu verbessern.

Süddeutsche Meisterschaften der Weiblichen Jugend U18 in Walldorf und mehr

Bei den Süddeutschen Meisterschaften durfte Pia Schmidt-Rüdt (TV Weingarten/WJU18) die Farben der LG Welfen über 100 Meter und im Hochsprung vertreten. Qualifiziert durch starke Ergebnisse im Vorfeld – z. B. 12,68 Sekunden über 100 Meter in Besigheim, was LG Welfen-Rekord bedeutete bzw. 1,60 Meter im Hochsprung bei den Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Weingarten – ging Pia zuversichtlich an den Start.

Sie begann mit der Anfangshöhe von 1,51 Metern im Hochsprung, konnte sich bei Steigerungen um 5 Zentimeter auch noch auf 1,56 Meter steigern, aber die neu persönliche Bestleistung von 1,61 Metern war noch zu hoch, insbesondere, da es kühl und regnerisch war. Über ihre momentane Lieblingsdisziplin, der 100 Meter-Sprintstrecke, konnte sie im Vorlauf mit 12,82 Sekunden wieder eine starke Zeit laufen. Allerdings reichte es nicht ganz bis zum A-Endlauf; im B-Endlauf bestätigte sie dann aber ihre derzeit sehr gute Verfassung mit 12,82 Sekunden und wurde Zweite.

Des Weiteren starteten einige der LG Welfen-Athleten nicht nur bei Wettkämpfen in Württemberg, sondern auch in Baden und Bayern, um die fehlenden Wettkampfmöglichkeiten des Frühjahrs nachzuholen. Dabei gelangen ihnen sehr starke Ergebnisse, die auch als Qualifikationen fürs nächste Jahr wertvoll sind:

So konnte Ramona Kamps (Frauen/TV Weingarten) über 100 Meter Hürden in 16,05 Sekunden (Platz 1) und im Weitsprung mit 5,23 Metern (Platz 3) in Balingen glänzen. Beim selben Wettkampfort gelangen der Neueinsteigerin Wea Moana Pooß (WJU20/TV Weingarten) das erwartete starke Sprintergebnis von 12,85 Sekunden über 100 Meter (Platz 2) und 4,99 Meter im Weitsprung (Platz 2). Auch Matti Hauck (MJU20/TV Weingarten) startete in Balingen über 110 Meter Hürden, die er in 16,01 Sekunden bewältigte und sprang 6,52 Meter weit. In beiden Disziplinen war er nicht zu schlagen!

Emil Bruderrek (MJU18/TV Weingarten), der sich leider im Frühjahr verletzt hatte und daher nicht an den Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Weingarten teilnehmen konnte, startete bei einem ersten Wettkampf im Diskuswerfen (33,31 Meter/Platz 1) und im Kugelstoßen (10,71 Meter/Platz 3) in Geislingen.

Maxi Mendel bei den deutschen Jugendmeisterschaften der U20 in Rostock

Maxi Mendel

Eine weite Anreise hatte Maxi Mendel (TV Weingarten/WJU20), um ihren Saisonhöhepunkt, die Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock, bestreiten zu können. Unterstützt durch ihre Eltern, die sich über die 900 Kilometer lange Strecke als Fahrer abwechselten und durch ihre Trainerin Waltraud Rosenfelder, die sie als einzige ins Stadion begleiten durfte, konnte sie am Sonntag zu ihrer Spezialdisziplin, den 100 Meter Hürden antreten. Die Qualifikation von 15,20 Sekunden hatte Mendel schon bei den Baden-Württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Weingarten mit Bravour in 14,74 Sekunden deutlich unterboten.

Leider waren die Aufwärmmöglichkeiten im Rostocker Stadion sehr eng und begrenzt – die 29 gemeldeten Teilnehmerinnen mussten sich den Platz an einer Tartanbahn von 8 Metern Breite und 40 Metern Länge teilen. Dabei kam erschwerend dazu, dass jeder Trainer seinem Schützling die Hürden passend aufstellen wollte. Nur durch ihre jahrelange Erfahrung konnte Mendel diese Probleme gelassen bewältigen und kam gut aufgewärmt an den Start.

Dynamisch ging sie die ersten Hürden an und konnte mit dem hochklassigen Feld sehr gut mithalten – eine neue Bestzeit stand schon im Raum! Aber dann touchierte sie mit dem Knie die vierte Hürde, was ihr noch nie passiert war, kam leicht aus dem Tritt und musste die anderen Läuferinnen ziehen lassen. Mit 15,21 Sekunden bewältigte sie die restliche Strecke zwar fehlerlos – dennoch war sie natürlich enttäuscht, da sie ihren Traumlauf nicht abrufen konnte.

Aber nach dem Lauf ist vor dem Lauf!

Württembergische Mehrkampf-Meisterschaften der U16 in Pliezhausen

Clara Wichmann beim Hochsprung

Am vergangenen Wochenende reisten zwei Nachwuchsathleten der LG Welfen – Praise Amadi (TV Weingarten/M14 und Clara Theresa Wichmann (TV Weingarten/W15) nach Pliezhausen, um dort ihre Mehrkämpfe auf württembergischer Ebene zu bestreiten.

Amadi konnte im Vierkampf vor allem über 100 Meter in 12,60 Sekunden überzeugen. In dieser Disziplin war er der schnellste seiner Altersklasse. Aber auch im Weit- und Hochsprung gelangen ihm mit 4,89 Metern und 1,52 Metern sehr ansprechende Ergebnisse, so dass er, kombiniert mit seinem Kugelstoß über 8,85 Meter, den überraschenden 3. Platz bei den 14jährigen Schülern belegen konnte. Natürlich freute er sich über seine Bronzemedaille und den gelungenen Wettkampf sehr.

Auch die 15jährige Clara Wichmann konnte bei ihrem über 2 Tage andauernden Siebenkampf in 5 Disziplinen Bestleistungen zeigen und schrammte nur knapp an der Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften vorbei. Dies insbesondere, da ihr am zweiten Wettkampftag der Start an die erste Hürde nicht wie gewohnt gelang und sie daher mehrere Zehntel liegen ließ.

Dennoch zeigte sie ihr großes Mehrkampftalent: Sie steigerte sich zum dritten Mal in dieser Saison im Hochsprung auf tolle 1,60 Meter (s. Bild), stieß im letzen Versuch mit 10,00 Metern ihre bisher beste Weite im Kugelstoßen, steigerte sich im 100 Meter-Lauf auf 13,78 Sekunden und erzielte im Weitsprung 4,65 Meter. Trotz ihres verunglückten 80 Meter-Hürdensprints zeigte sie sich im Speerwerfen wieder konzentriert, kam mit ihrem neuen, schnelleren Anlauf gut zurecht und warf den 500 Gramm schweren Speer auf die neue LG-Welfen-Rekordweite von 30,98 Metern. Auch beim abschließenden 800 Meterlauf startete sie mutig in die erste Runde, musste dann zwar zu Beginn der zweiten Runde dem schnellen Anfangstempo Tribut zollen, kam aber durch einen langgezogenen Endspurt dennoch auf zum Vorjahr deutlich verbesserte 2:43,97 Minuten. Mit 1922 Punkten im Vierkampf und 3503 Punkten im Siebenkampf belegte sie die Plätze 4 und 5 an diesem aufregenden Mehrkampfwochenende.

Baden-Württembergische Meisterschaften Aktiven und Jugend U16 in Ulm

Yannik Knobloch beim Weitsprung

Zu den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Aktiven und den Württembergischen Meisterschaften der U16 am vergangenen Wochenende in Ulm konnten sich einige Athletinnen und Athleten der LG Welfen qualifizieren und mit hervorragenden Leistungen aufhorchen lassen:

Yannik Knobloch, U23-Zehnkämpfer der LG Welfen (TV Weingarten), startete in der Männerklasse  über 100 Meter und im Weitsprung. In beiden Disziplinen gelangen ihm persönliche Bestleistungen. So steigerte er sich im Endlauf über 100 Meter von 11,19 Sekunden im Vorlauf auf 11,11 Sekunden im Endlauf und erreichte damit Platz 5. Im Weitsprung, in dem er bisher sein Leistungsvermögen in keinem seiner Zehnkämpfe ausschöpfen konnte, kam er mit 5 von 6 Versuchen passgenau aufs Brett, steigerte sich von Versuch zu Versuch, bis ihm im letzten Sprung ein Knaller gelang: Er zog auf eine, auch im Vergleich mit den besten deutschen Mehrkämpfern, starke Weite von 7,27 Metern (Platz 3) hinaus. Dies ist im Übrigen die beste Leistung, die ein Athlet seit Bestehen der LG Welfen jemals erzielt hat.

Ein weiterer LG Welfen-Rekord gelang auch der 4×100 Meterstaffel der Frauen (alle TV Weingarten), in der sich Athletinnen  aus drei Altersklassen nach jeweils 100 Metern das Staffelholz übergaben. Sie liefen die Stadionrunde in der Besetzung Ramona Kamps (Frauen), Pia Schmidt-Rüdt (WJU18), Maxi Mendel (WJU20) und Silja Dent (WJU18, alle TV Weingarten) in 49,17 Sekunden, womit sie auf Platz 5 kamen und zugleich die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften in Walldorf schafften.

Maxi Mendel startete am Sonntag auch noch in ihrer Spezialdisziplin, den 100 Meter Hürden. Nachdem sie die 10 Hürden schon bei ihrem Siebenkampf Anfang Juli in Weingarten in ausgezeichneten 14,74 Sekunden übersprintet hatte und sich damit für die Deutschen Jugendmeisterschaften der U20 in Rostock qualifiziert hatte, knüpfte sie in Ulm im Vorlauf mit 14,90 Sekunden durchaus an diese starke Leistung an und erreichte damit den Endlauf der besten 8 Hürdensprinterinnen Baden-Württembergs. Bei starkem Gegenwind und einem Sturz einer der führenden Läuferinnen konnte sie ihren Lauf dennoch fehlerfrei in 15,11 Sekunden und Platz 4 beenden. Weitere Highlights verzeichnete die 15jährige Athletin Clara Wichmann (TV Weingarten): Zwar lagen ihre beiden Disziplinen, der Hochsprung und der 80 Meter Hürdenlauf, im Zeitplan eigentlich zu eng beieinander, aber durch ein geschicktes Manöver konnte sie den Hochsprung mit ihrer persönlichen Bestleistung von 1,56 Metern und Platz 2 gerade noch vor dem Beginn des Vorlaufs des Hürdensprints beenden. Diesen absolvierte sie mit ihrer persönlichen Bestzeit von 12,77 Sekunden und erreichte damit problemlos den Endlauf. Mit einer verbesserten Startphase kam sie in diesem dann wesentlich besser in Schwung, überquerte auch die Hürden noch flüssiger als im Vorlauf und konnte sich dadurch deutlich auf 12,47 Sekunden steigern. Die Freude über diesen gelungenen Lauf und dem damit erzielten 4. Platz war natürlich groß und die beste Vorbereitung für die Mehrkämpfe am nächsten Wochenende in Pliezhausen, bei denen sie gerne die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Wesel knacken möchte.

U23 Zehnkampf in Bernhausen – Yannik Knobloch auf Rekordkurs

Yannik Knobloch beim Stabhochsprung

Am vergangenen Wochenende fanden im baden-württembergischen Bernhausen/Filderstadt die Zehnkampfqualifikationen des deutschen Nachwuchses für Europa- und Weltmeisterschaften statt. Unser heimischer Athlet Yannik Knobloch (20 Jahre/TV Weingarten), der für die LG Welfen startet, wurde dazu auf Grund seiner im vergangenen Jahr erbrachten Leistungen eingeladen. Da er trotz Pandemie auf Grund der Spitzensportklausel mehrmals wöchentlich im Lindenhofstadion trainieren durfte –  allerdings bei z. T. extremen Wetterbedingungen – freute er sich auf diesen Leistungstest. Allerdings war von vornherein klar, dass die nötigen 7600 Punkte, die für die Teilnahme an der EM als Qualifikationsnorm gelten, nur bei absoluten persönlichen Spitzenleistungen erzielbar wären (bisherige Höchstmarke 6878 Punkte).

Nachdem PCR-Tests und tagesaktuelle Schnelltests eingeholt waren, startete Knobloch am Samstag mit furiosem Auftakt über die 100 Meter in 11,13 Sekunden, eine Verbesserung von 2 Zehnteln im Vergleich zu seiner bisherigen Bestmarke. Auch der Weitsprung gelang ihm anlauftechnisch sehr gut; er kam bei allen drei Sprüngen aufs Brett und steigerte sich im letzten Versuch auf seine persönliche Bestleistung von 6,95 Metern. Allerdings ließ dieser Sprung auf Weiten deutlich über 7 Meter hoffen, da er die Beine nicht in die Landeposition bringen konnte und praktisch im Stand landete. Das anschließende Kugelstoßen mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel – 1,26 Kilo mehr als die 6 Kilogramm schwere Kugel vom letzten Jahr, mit der er eine Bestleistung von knapp 13 Metern erzielte – bewältigte er hervorragend. Er kam im letzten Versuch auf ausgezeichnete 13,64 Meter. Auch im Hochsprung konnte er seine Extraklasse in dieser Disziplin erneut unter Beweis stellen. Da er aber die extremen Belastungen dieser Disziplin oft nur schlecht verkraftet und harte, schmerzende Waden bekommt, versuchten er und seine Trainerin nur sehr sparsam, mit einigen ausgelassenen Höhen zu springen. Dies gelang sehr gut und er steigerte sich von 1,80 über 1,86 auf 1,92 und machte dann im 3 Zentimeter-Rhythmus weiter; übersprang 1,95 Meter, 1,98 Meter und deutlich auch 2,01 Meter. Bei 2,04 Meter war dann abzusehen, dass diese Höhe nicht mehr zu schaffen war, so dass er von sich aus den Hochsprung mit übersprungenen 2,01 Metern beendete. Nach so vielen Bestleistungen ging er natürlich hoch motiviert in den 400 Meter-Lauf. Er beendete die Stadionrunde in guten 50,55 Sekunden und hatte nach dem ersten Wettkampftag 3945 Punkten gesammelt.

Am Sonntag standen zunächst die 110 Meter Hürden auf dem Programm. In dieser Disziplin machte sich dann doch bemerkbar, dass die Hürden im kalten Winterwetter nicht immer trainierbar waren – es fehlte eindeutig an den nötigen Trainingsläufen, insbesondere da Knobloch erst mit 18 Jahren, also als Quereinsteiger seinen ersten Zehnkampf absolviert hatte. Der Lauf über die 1,067 Meter hohen Hürden gestaltete sich ziemlich holprig und Athlet und Trainerin waren froh, dass er dennoch glimpflich in 16,24 Sekunden ins Ziel kam.  Sehr bedauerlich war, dass Knobloch seine außergewöhnlich guten Trainingsleistungen im Diskuswerfen mit der 2 Kilogramm schweren Scheibe nicht zeigen konnte. Zwar warf er im zweiten Versuch über 39 Meter, aber im Vergleich zu den Trainingswürfen, die weit über die 40 Meter-Marke flogen, war dieses Ergebnis doch enttäuschend. Auch die Trainingsleistungen im Stabhochsprung lagen deutlich über der Bestmarke des vergangenen Jahres (3,60 Meter). In dieser komplexen Disziplin, in der ein schneller Anlauf mit einem kräftigen Absprung und turnerischen Fertigkeiten verknüpft werden muss, gelang es Knobloch aber, seine Trainingsleistungen abzurufen. Er begann bei 3,80 Meter, schaffte auch die Höhen 4,00 Meter und 4,10 Meter technisch sicher und gut und steigerte sich letztendlich auf eine tolle Höhe von 4,20 Meter – weitere Verbesserungen nicht ausgeschlossen. Auch beim Speerwurf gelangen ihm lauter Würfe über seiner bisherigen Bestmarke. Es fehlt zwar noch die Fähigkeit, längere und schnellere Anläufe in Weite umzusetzen, aber sein technisch wunderschöner Wurf  von über 50 Meter aus 5 Anlaufschritten zeigte, dass er sich bald weiter steigern können wird.

Den abschließenden 1500 Meter-Lauf konnte er leider nicht in der gewohnten Weise im Bereich von 4:40 Minuten zeigen. Er bekam auf Grund einer wohl noch nicht ganz auskurierten Erkrankung große Atemprobleme und konnte sich nur mühsam ins Ziel schleppen, was ihn ca. 300 Punkte kostete. Dennoch bleibt ein sehr guter Gesamteindruck von 7 Bestleistungen und neuem persönlichen Zehnkampfrekord von 6945 Punkten mit der Hoffnung auf den perfekten Zehnkampf!

Scheine für Vereine

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Pro 15 € Einkaufswert erhält jeder einen Vereinsschein. Je mehr Scheine bis zum Aktionsschluss Ende Dezember gesammelt werden, desto mehr Prämien erhält unser Stammverein TV Weingarten. Wir rufen euch deshalb dazu auf: Geht bei REWE einkaufen und unterstütze deinen Verein!

So funktioniert´s:

  1. Sammle Vereinsscheine
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    • per App
    • über die Website (https://scheinefuervereine.rewe.de/)
    • bringe die Vereinsscheine gerne bei der Geschäftsstelle des TV Weingarten vorbei

Vielen Dank für eure Unterstützung!

Euer TV Weingarten 1861 e.V.