
Am vergangenen Wochenende fanden in Ulm die Baden-Württembergischen Mehrkampf-Meisterschaften der U18 und U20 in Ulm statt. Schon im Frühjahr hatten sich aus den Reihen der LG Welfen Xenia Hund (WJU18/SG Baienfurt/Siebenkampf) und Jannik Ries (MJU18/ASV Waldburg/Zehnkampf) für diesen Wettkampf auf Landesebene qualifiziert.
Beide Athleten konnten sich in Ulm in verschiedenen Disziplinen und auch im Endergebnis steigern.
Jannik Ries begann am Samstag bei angenehmen Temperaturen und trockenem Wetter gleich mit einem tollen 100 Metersprint in 11,50 Sekunden; musste dann allerdings beim Weitsprung mit 5,63 Metern einige Punkte liegen lassen, da es ihm im Vorfeld schon einige Male gelungen war, über 6 Meter zu springen. Das Kugelstoßen gelang dagegen mit 12,03 Metern und einer Steigerung seiner persönlichen Bestleistung um über 1 Meter wieder sehr gut, so dass er guten Mutes zur nächsten Disziplin, dem Hochsprung wechselte. Mit 1,76 Metern konnte er seine überragenden Leistungen bei Jugend trainiert für Olympia (1,80 Meter) bestätigen und ging nun sehr motiviert den 400 Meterlauf an. Mit 52,46 Sekunden steigerte er sich gegenüber dem Vorkampf um über 3 Sekunden, was im 400 Metersprint Welten bedeuten. Auch im abschließenden 1500 Meterlauf am Sonntag bei strömendem Regen steigerte er sich um ca. 10 Sekunden auf 4:55,97 Minuten und zeigte allein in diesen beiden Läufen, dass hier ein besonderes Talent heranwächst. Dazwischen lagen die 110 Meter Hürden, die er gediegen in 16,10 Sekunden lief, der Diskuswurf mit 27,47 Metern, der noch der Übung bedarf, aber auch ein weiteres Highlight im Stabhochsprung, in dem er seine Freiluftbestleistung von 3,10 Metern Sprung für Sprung bis auf 3,40 Meter steigerte. Im Speerwurf bestätigte er mit 40,12 Metern, dass auch diese Disziplin langfristig ausbaubar sein wird. Schlussendlich beendete er den Zehnkampf mit 5788 Punkten und 317 Punkten über seiner Leistung aus dem Frühjahrsmehrkampf. Trotz dieser vielen gelungenen Disziplinen war er am Ende etwas unglücklich, denn er verpasste die Qualifikation für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Leverkusen nur um 12 Punkte.
Für Xenia Hund gelang der Beginn des Siebenkampfs am Samstag mit 16,70 Sekunden im 100 Meter Hürdensprint zwar nicht mit Bestzeit, aber dennoch rund und flüssig. Im anschließenden Hochsprung riss sie die Anfangshöhe von 1,40 Meter zweimal, was natürlich Nerven kostete, zeigte dann aber in den folgenden Sprüngen, dass sie sich technisch deutlich verbessert hat und übersprang die Höhen 1,44 Meter und 1,48 Meter problemlos. Auch die 1,52 Meter, die persönliche Bestleistung (pB) bedeutet hätten, riss sie zweimal nur knapp. Eine pB erzielte sie dagegen im Kugelstoßen, bei der sie die 3 Kilogramm schwere Kugel auf 10,14 Meter stieß. Den abschließenden 200 Metersprint bewältigte sie in 27,62 Sekunden leicht unter pB.
Der zweite Wettkampftag begann für sie mit dem Weitsprung, den sie mit 4,79 Metern auf eine Freiluft-Bestleistung setzte. Auch das Speerwerfen gelang ihr mit 25,46 Metern recht gut, so dass sie sich ausrechnete, dass sie bei entsprechender 800 Meterzeit die 4000 Punkte-Marke noch knacken könnte. Sie lief daher ein beherztes Rennen, gab alles und steigerte sich um unglaubliche 4 Sekunden auf sehr starke 2:33,42 Minuten. Dennoch schrammte auch sie an ihrem Ziel, der 4000 Punkte-Grenze mit 3975 Punkten knapp vorbei – aber viele ihrer Leistungen lassen im Siebenkampf auf eine schöne Steigerung im Herbst bzw. im nächsten Jahr hoffen.